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Alexander Leins wird Deutscher Meister der Ärzte und Apotheker!

Ein kleiner Medaillenregen gab es für das Team Imnauer am Wochenende beim Albstadt Classic, welcher im Rahmen des UCI Cross-Country World Cup stattfindet. Mit zwei zweiten Plätzen, durch Steffi Betz und Sabine Leins, gab es auch bei den Frauen zweimal einen Platz auf dem Podest zu feiern. Neben den drei Podestplätzen zeigt das Team durchweg gute Leistungen. Markus Stumpp wird derweil Zweiter in der Kombi-Wertung bei der Schönbuch Trophy.

Sichtlich zufrieden zeigt sich Alexander nach der Siegerehrung „Das erste Rennen der Saison und direkt solch ein Ergebnis! Ich musste zwar viel im Wind fahren, konnte mich dann aber in der zweiten Runde von meinem Kontrahenten etwas lösen und gewann am Ende knapp“. Nach 2016 ist Alexander nun zum zweiten Mal Deutscher Meister der Ärzte und Apotheker.
Auch unsere Frauen waren flott unterwegs und konnten durch zwei zweite Plätze in den Altersklassen glänzen. Steffi, die im Winter viel auf den Skiern unterwegs war, konnte gar den dritten Platz in der Gesamtwertung der Damen belegen. „Die Beine haben sich deutlich besser angefühlt als gedacht und ich konnte von Anfang bis Ende ein gutes Tempo fahren. Endlich mal wieder Rennluft zu schnuppern und unter den Zurufen der Zuschauer alles zu geben hat riesig Spaß gemacht“ sagt Steffi mit einem Lachen im Gesicht. Nach vier Jahren Babypause stieg auch Sabine wieder in das Renngeschehen ein – „Gespannt und aufgeregt fieberte ich dem ersten Rennen entgegen. Nach der langen Pause konnte ich aber schnell einen guten Rhythmus finden, ohne dabei zu sehr ans Limit gehen zu müssen. Mit meinem zweiten Platz bin ich rundum zufrieden“.
Nach längerer Rennpause stieg auch Simon wieder ins Renngeschehen ein „Ich wusste nicht wirklich was mich erwartet, habe aber eine gut funktionierende Gruppe gefunden. Die Attacken in der zweiten Runde konnte ich alle mitgehen und bin mit meiner Zeit sehr zufrieden. Die zwei Runden Vollgas haben Spaß gemacht“ so ein erschöpfter Simon im Ziel.
„Auf dem schnellen Kurs in Albstadt von Anfang an Druck aufs Pedal bringen, eine Gruppe finden und den Anschluss nicht verlieren“ fasst Mario seine Renntaktik zusammen. „Bis zur Rennhälfte habe ich viel für die Gruppe investiert, danach musste ich dann aber selbst etwas vom Windschatten profitieren. Zum Glück fuhr Kumpel Ralf Lohmüller von hinten auf, der mich mit Zurufen bis ins Ziel zum Durchhalten motivierte“.
Da das Rennen im Rahmen des UCI Cross-Country Weltcup stattfindet, herrscht im Start- und Zielbereich immer ein gewisses „Profi-Feeling“. Dieses Feeling wollten Christian und Thommy gemeinsam nutzen und bildeten direkt zu Beginn des Rennens ein harmonisch zusammenarbeitendes Duo. „Wir versuchten recht konstant zu fahren und uns immer gegenseitig zu pushen, was auch sehr gut funktioniert hat. Ein sehr schönes Rennen, das Lust auf mehr macht und eine gute Standortbestimmung war“ so die beiden.
Mit dem Rennverlauf an sich, aber nicht hundertprozentig zufrieden mit der Platzierung ist Loris: „Ich ließ mich am Ende des Rennens in der Gruppe etwas nach hinten fallen, um Kraft für den Zielsprint zu sparen. Allerdings war der Start- und Zielbogen nicht am selben Ort und so kam das Ziel früher als gedacht. Ich war somit für den Sprint um die Plätze zu schlecht platziert“. Da Loris das Rennen zum ersten Mal gefahren ist ordnet er dies als klassischen Anfängerfehler ein.
Ralf zeigte sich dagegen mit dem Rennverlauf zufrieden: „Einfach Spaß haben, Rennhärte erlangen und die Zeit vom letzten Mal unterboten – das passt. Der Ortler in Südtirol kann kommen!“ In der Gruppe von Ralf war einige Zeit auch Tina zu finden. „Zu Beginn des ersten Rennens war mein Puls schon im roten Bereich. Ich haderte, ob ich etwas rausnehmen soll, entschied mich dann aber für ein ‚give it a try‘ und fuhr weiter ein zügiges Tempo“. Diese Taktik scheint sich am Ende ausgezahlt zu haben als man eine glückliche Tina im Zielbereich sah. „In den Abfahrten kam Ralf aber immer wieder an mich ran – an meinen Abfahrt-Skills muss ich noch etwas arbeiten“ ergänzt Tina.
Markus startete zeitgleich in der Kombiwertung bei der Schönbuch Trophy. Dort mussten am Samstag 48 Kilometer per Rad und am Sonntag 42 Kilometer zu Fuß bewältigt werden. Souverän wurde Markus beim Marathon Zweiter und belegte somit auch den zweiten Platz in der Kombiwertung. „Die traillastige Strecke am Samstag war ein toller Einstieg in die Mountainbike Saison 2022. Nach vielen Laufeinheiten im Winter und Frühjahr versuchte ich aber einigermaßen kräftesparend durch den Schönbuch zu surfen, um beim Marathon am folgenden Tag genügend Energie im Tank zu haben.“ Dies hatte Markus am Sonntag scheinbar, da er auf der Marathonstrecke mit hohem Trailanteil eine sehr gute Performance zeigte. Markus freut sich nun, dass der Sommer Einzug hält und wieder regelmäßige Teamausfahrten und Event-Teilnahmen anstehen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

DM Ärzte und Apotheker:
Leins, Alexander | 1. Platz | 1:33:17

Kurzmarathon 23 km:
Betz, Steffi | 2. Platz | 1:01:10
Leins, Sabine | 2. Platz | 1:18:19

Kurzmarathon 42 km
Brandenberger, Mario | 19. Platz | 1:39:25
Ellsässer, Ralf | 38. Platz | 2:05:51
Leicht, Simon | 11. Platz | 1:34:33
Neher, Christian | 21. Platz | 1:47:11
Neher, Thomas | 28. Platz | 1:47:12
Schlagenhauf, Loris | 8. Platz | 1:31:02
Stumpp, Tina | 4. Platz | 2:03:46

Generation Race
Brutsche, Dirk mit Sohn Andre

Kombiwertung Schönbuch Trophy
Stumpp, Markus | 2. Platz | 6:04:05

Nasskalter Start in die Saison 2022

Das TEAM IMNAUER, vertreten durch Mario Brandenberger und Loris Schlagenhauf, ist am Sonntag beim MTB Event Veringendorf erfolgreich in die Saison 2022 gestartet. Nasskalte Bedingungen bei 5°C und tiefer Schotter auf der Strecke machten das Rennen zu einem wahren Kraftakt. Beide Fahrer trotzen der Herausforderung und zeigten sich nach dem Rennen zufrieden.

Den Blick gen Himmel gerichtet und dabei immer wieder das Thermometer im Blick hatten die Teamfahrer Mario Brandenberger und Loris Schlagenhauf beim Warmfahren am gestrigen Sonntag in Veringendorf. “Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat und wir morgens bei 5 Grad und weiterhin starkem Regen die Räder ins Auto geladen haben, hatten wir uns mental schon auf ein sehr nasses Rennen vorbereitet. Glücklicherweise hat der Regen dann aber aufgehört als wir in Veringendorf angekommen sind und es waren lediglich die Straßen noch nass.” so die beiden.
Mario gab sein Renndebüt für das Team und konnte in seiner Gruppe gute Führungsarbeit leisten. Durch einen kleinen Navigationsfehler verlor er jedoch den Anschluss an seine Gruppe und musste sich von Kilometer 25 bis 35 alleine durchkämpfen. “Der kleine Fehler war ärgerlich, aber ich konnte mich unter großer Anstrengung nochmals an die Gruppe heran kämpfen. Die Aufholjagd hat letztlich aber zu viele Körner gekostet und ich musste auf den letzten fünf Kilometern nochmals reißen lassen. Insgesamt bin ich aber mit meinem Renndebüt und dem Ergebnis zufrieden” resümiert Mario.
Das Rennen war wie erwartet von Anfang an schnell und das Feld wurde durch die beiden langen Anstiege zu Beginn des Rennens auseinandergerissen. „Leider habe ich am zweiten langen Anstieg den Anschluss an die zweite Spitzengruppe verloren und war danach oft alleine oder zu zweit unterwegs“ reflektiert Loris „Mit einer größeren Gruppe waren vielleicht noch ein paar Minuten drin gewesen. Trotzdem bin ich mit der Leistung zufrieden, auch mit Blick auf das kalte Wetter.“
In zwei Wochen steht für die Equipe mit dem Albstadt MTB Classic das erste Heimrennen an. Das Team freut sich mit einer großen Anzahl an Fahrern und Fahrerinnen die Teamfarben in Albstadt zu präsentieren. Der Kurzmarathon findet im Rahmen des UCI Cross-Country Weltcup statt.

Die Ergebnisse im Überblick:
Brandenberger, Mario | 15. Platz | 2:14 h
Schlagenhauf, Loris | 10. Platz | 2:04 h

Saison 2022 steht in den Startlöchern

Zum kommenden Wochenende startet das TEAM IMNAUER in Veringendorf in die Mountainbike-Saison 2022. Neuzugang Mario Brandenberger gibt sein Renndebüt für das TEAM IMNAUER und verstärkt die Equipe für die kommende Saison. Darüber hinaus begrüßt das Team mit Pure Energien einen neuen Sponsor.

Nach vielen Wochen der Saisonvorbereitung steigen die Fahrer und Fahrerinnen des TEAM IMNAUER wieder ins Renngeschehen ein – das MTB Event Veringendorf läutet für das Team die anstehende Rennsaison ein. “Wir erwarten ein schnelles und hartes Rennen, da es das erste nach der Saisonpause ist. Alle die am Start stehen sind immer besonders heiß auf das erste Rennen”, so Teamchef Simon Leicht. “Die zwei Anstiege direkt zu Beginn des Rennens werden das Feld auseinanderreißen und ziemlich in den Beinen weh tun!” ergänzt Loris Schlagenhauf mit einem Blick auf das Höhenprofil.

Neben der Vorfreude auf das erste Rennen der Saison hat das TEAM IMNAUER eine weitere Meldung zu verkünden. Zum Start der Saison 2022 wird Mario Brandenberger die Equipe verstärken. Mario ist 32 Jahre alt und wohnt aktuell in Erzingen bei Balingen. Sein Centurion Mountainbike bewegt er dabei am liebsten auf der Münsinger Alb. Hier kann er sowohl im Up- als auch im Downhill seine Stärken ausspielen. “Auf den flachen Hochebenen der Alb muss ich aber noch an meiner Trittfrequenz feilen” meint Mario mit Blick auf eines seiner Lieblingsrennen, der Alb-Gold Trophy in Münsingen bzw. Trochtelfingen.

Neben dem Finishen des Albstadt Bike Marathons in unter vier Stunden, hat Mario sich den Start beim Red Bull Dolomitenmann als Ziel in 2022 gesetzt. 

Sitzt Mario in seiner Freizeit nicht auf dem Rad kümmert er sich um seine Bienen. “Seit sechs Jahren betreibe ich nun die Imkerei. Die kleinen Arbeiterinnen sind Teil meines Lebens geworden und ich habe so einen entspannenden Ausgleich zu den hohen Pulswerten auf dem Rad” sagt Mario.

Auch auf den Trikots des Teams tut sich etwas. Mit Pure Energien gewinnt das Team einen neuen Sponsor. Die Pure Energien Gruppe aus Ingolstadt bietet ein hochwertiges Portfolio an Produkten- und Dienstleistungsangeboten im Bereich der Photovoltaik inklusive Solarspeichersystemen und Ladestationen an. Teamchef Simon zum neuen Sponsor: “Wir sind froh einen weiteren Partner an Bord zu haben welcher uns langfristig unterstützen möchte. Herzlich Willkommen und vielen Dank nochmals vom ganzen Team” 

Vorausblickend auf die anstehende Saison stehen wieder die Heimrennen beim Albstadt MTB Classic bzw. beim Albstadt Bike Marathon im Mittelpunkt des Teams. Ein weiteres Highlight wird der Start des gesamten Teams beim Ortler Bike Marathon im Vinschgau sein. Darüber hinaus plant das Team weitere Starts in der süddeutschen Region.

Doch auch abseits der Schotterwege und Trails wird das Team wieder unterwegs sein. So schnappen Alexander Leins und Dirk Brutsche ihre Rennräder und starten gemeinsam bei der einwöchigen TOUR Transalp. “Auch weitere Auftritte auf den schmalen Reifen können noch möglich sein” verrät Teamchef Simon Leicht.

TEAM IMNAUER hält sich auch zwischen den Jahren fit

Nach einer kurzen, aber intensiven Rennsaison 2021 stehen beim TEAM IMNAUER im Winter die Räder nicht still und die Vorbereitungen für die kommende Saison sind bereits voll im Gange.

Durch den immer stärker werdenden Trend auf Online-Trainingsplattformen gemeinsam zu trainieren, wurde zu einem “Zwift-Ride” mit Freunden des Teams eingeladen. Dabei wurden 50 km in 90 Minuten zurückgelegt. Zwift-Newbie Micha zur gemeinsamen Fahrt: “Ich war lange dem virtuellen Training abgeneigt. Nach der ersten gemeinsamen virtuellen Ausfahrt stieg ich aber mit einem fetten Grinsen vom Rad ab. Super einfache Verabredung, da niemand an einen Treffpunkt fahren muss. Mit dem gemeinsamen Sprachkanal vergeht die Zeit wie im Flug. Kurz gesagt:
absolute Suchtgefahr!”

Durch den Erfolg des ersten Zwift-Rides wurde schnell die Idee gefasst einen zweiten Zwift-Ride nach den Weihnachtsfeiertagen zu organisieren. Auch hier war das Interesse wieder groß und es kamen insgesamt 28 FahrerInnen bei den Ausfahrten zusammen. Alle hatten dabei viel Spaß und über den gemeinsamen Sprachkanal wurde viel gelacht.  „Nach dem großen Erfolg auf Zwift sind weitere Zwift-Rides des Teams geplant. Infos zu den kommenden Zwift-Rides verteilen wir über unsere Social-Media-Kanäle. Jeder ist dazu herzlich eingeladen teilzunehmen!“ informiert Teamchef Simon.

Aber auch draußen wurde fleißig trainiert und Kilometer gesammelt. Die Wetterunterschiede konnten dabei nicht gegensätzlicher sein. So war es bei der ersten gemeinsamen Ausfahrt am Heiligen Morgen noch nass und kalt, bei der zweiten Ausfahrt an Silvester dagegen frühlingshaft mild und trocken. Eins hatten beide Ausfahrten gemeinsam – zum Abschluss gab es eine kleine gesellige Runde samt Verpflegung, bevor sich die Wege wieder trennten.  

Vorausblickend auf die kommende Saison 2022 meint Team-Chef Simon: “Wir hoffen auf eine halbwegs normale Rennsaison, bei der nicht so viele Rennen wieder abgesagt werden müssen. Die Fahrer und Fahrerinnen sind alle hoch motiviert um fit durch den Winter zukommen.” Neben den angesprochenen Team- und Zwiftausfahrten hält sich das Team in der kalten Jahreszeit auch mit Alternativsportarten wie Langlaufen oder Joggen fit.
“Wir sind aber froh, wenn wir dann im Frühjahr wieder in kurzen Klamotten auf dem Rad sitzen können” ergänzt Ralf.

Höhenmeter-Challenge für den guten Zweck im Eyachtal

Den Abschluss der Saison krönte das Team Imnauer heuer nicht mit Podestplätzen, Pokale oder Medaillen, sondern durch ein eigens organisiertes Event zugunsten des Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.
Für die Teamfahrer ging es darum, die im Vorfeld mit bereitwilligen Spendern abgeschlossenen Wetten zu gewinnen, indem die zugesagten Höhenmeter mit dem Mountainbike erfahren werden. Nachdem alle Herausforderungen erfolgreich absolviert wurden, konnte dank zahlreicher Wetteinsätze die unglaubliche Summe von 4.500 Euro wenige Tage später an den Förderverein übergeben werden.

Das Konzept für die Teamveranstaltung in Bad Imnau an einem herbstlichen Oktobersamstag beinhaltete keine Zeitnahme. Stattdessen ging es darum bedürftigen Kindern und Familien zu helfen. Die Grundlage bildete eine vom jeweiligen Fahrer im Vorfeld gewählte Höhenmeter-Challenge, die auf den Anstiegen des Eyachtal gemeistert werden musste. Zur Auswahl standen die Höhenmeter des Zoller, des Feldberg, der Zugspitze oder des Mont Blanc. Basierend auf dieser Messlatte, schlossen die Fahrer Wetten mit bereitwilligen Spendern ab. Sollte der Fahrer die Herausforderung nicht schaffen, dann müssten die Wetteinsätze der Paten durch den Fahrer übernommen werden.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 2.000 Kinder an Krebs. Da Eltern, Geschwister und Großeltern auch von der Diagnose betroffen sind und häufig mit vielen Ängsten und Zweifeln belastet sind, ist es den Fahrern nicht schwergefallen einen Anstieg nach dem anderen zu bewältigen. „Denn, radeln für einen guten Zweck fühlt sich vom ersten Meter an super an“, meinte Micha. Von den Reaktionen seiner Paten war er überwältigt. „Die Spendenaktion hat eine riesige Unterstützungswelle ausgelöst.“

Dank ihrer starken Fahrleistung erreichte Steffi einen persönlichen Höhenmeter-Rekord. „Endlich mal wieder gemeinsam mit dem Team zu radeln und dann noch für einen guten Zweck, was will man mehr!?“

Besonders gefreut hat das Team, dass Ralf Lohmüller – seit vielen Jahren ein enger Vertrauter der Equipe – sich als Gastfahrer für diese Herausforderung begeistern ließ. „Die ersten drei Anstiege sind wir in einer großen Gruppe zusammengefahren. Im Anschluss bildeten die Zugspitz-Fahrer eine schlagkräftige Truppe, so dass wir uns bei Halbzeit nach einer kurzweiligen Fahrt am reichhaltigen Verpflegungsbuffet mit Kaffee und Snacks bedienen konnten. Für mich war beeindruckend, dass selbst nach Bewältigung der Challenge kein Fahrer ausstieg. Da wir die restlichen Fahrer noch unterstützen wollten, schlossen wir uns einfach den Mont Blanc Fahrern auf deren letzten Bergfahrt an.“

Sein Namensvetter Ralf Ellsässer genoss den Tag, da zum einen der Teamgeist durch die gegenseitige Unterstützung enorm gestärkt wurde und zum anderen er die Wetten gegen seine Paten gewinnen konnte. 

Laut Christian war es sich nicht nur eine gelungene Charity-Veranstaltung, sondern auch ein geschlossener Auftritt unseres Radteams, der mit einem stattlichen Spendenbetrag belohnt wurde. „Es war schön nach jedem Anstieg sowie der Fahrt ins Basislager von Arnold empfangen zu werden, der akribisch über die Tafel wachte, auf der wir die absolvierten Anstiege dokumentierten. In der Ortsmitte versammelten sich um die Mittagszeit sogar einige Senioren die alle Fahrer fast schon frenetisch anfeuerten. Als kleines Dankeschön haben wir die Zuschauer spontan mit Kuchen von unserem Buffet überrascht“, lächelte Christian mit einer wärmenden Tasse Kaffee in der Hand.

Zu jeder Zeit bestens informiert waren die Wettpaten von Tommy. „Über einen Gruppenchat habe ich meine Wettpaten ständig auf dem Laufenden gehalten. Als ich am späteren Nachmittag mein Ziel erreicht hatte, geschah etwas sehr Überraschendes. Meine Paten wollten, dass ich weiterfahre und sie erhöhten den Einsatz.“ Sein neues Ziel lag bei 3.500 Höhenmetern. Um dies zu schaffen ging es für ihn nonstop weiter, denn die zusätzlichen Spenden wollte er unbedingt einfahren. „Ich finde es einfach nur genial wie viel Zuspruch wir für diesen guten Zweck erhalten haben. Auf diese Art und Weise Kindern und Familien zu helfen, macht diesen Tag für mich unvergesslich.“

Dirk war nicht nur von dem sportlichen Ehrgeizig der Fahrer begeistert. „Ich habe mich tierisch gefreut, dass verteilt über den ganzen Tag viele bekannte Gesichter und Wettpaten vorbeigekommen sind und uns begleitet haben. Heute hat wirklich Jeder in allen Belangen mit angepackt. So stelle ich mir TEAM vor.“

Dabei war Dirk quasi der inoffizielle Streckenchef, da er am Vortag alle Anstiege mit Flaggen am höchsten Punkt präparierte und dafür sorgte, dass die Fahrer die Ziele niemals aus den Augen verlieren konnten.

Angetrieben von der tollen Stimmung, revidierte Simon während des Tages sein Ziel nach oben, und meisterte so die Mont Blanc Challenge. Im Vorfeld äußerten sich seine Paten u.a. mit folgenden Worten: „Klar unterstütze ich so eine tolle Aktion; und außerdem will ich Simon leiden sehen“„Wahnsinn was ihr hier leistet, immer die gleichen Anstiege hochfahren, das muss man wirklich wollen.“

Vor Einbruch der Dämmerung trafen sich nochmals alle Fahrer, begleitet von Freunden sowie Fahrern von Liedtke Racing und Team Sülzle, zu einer letzten gemeinsamen Auffahrt.

An dieser Stelle konnten Dirk, Simon und Loris den Gipfel des Mont Blanc erreichen. Wieder zurück auf dem Areal unseres Hauptsponsors war Loris glücklich, stolz und zugleich ein wenig erleichtert „Die 5.000 Höhenmeter noch zu knacken, ließ ich mir mit Dirk natürlich nicht nehmen. Deshalb starteten wir nochmals einen finalen Anstieg in Richtung Bittelbronn. Als ich die Idee für dieses Format hatte, dachte ich nicht im Traum daran, dass wir auf eine derart große Resonanz stoßen werden. Das Ergebnis meiner umfangreichen Werbung im privaten und beruflichen Umfeld war ein vierstelliger Wetteinsatz. Ich bedanke mich bei all denen, die mich unterstützt haben. Vor allem danke ich den Sportfreunden Isingen, die mich mit deren Zuspruch zusätzlich motiviert haben.“

Zusammenfassend meinte Simon: „Als Team Imnauer ist uns wichtig, dass Hilfe und Unterstützung bei den Bedürftigen ankommen. Mit dem Förderverein in Tübingen haben wir einen tollen regionalen Partner gefunden. Ich hoffe, dass unsere Aktion auch andere Menschen inspiriert, um sich auch zukünftig gegenseitig zu unterstützen.“

Bevor man den Tag mit Pizza und Getränken des Hauptsponsor im Basislager ausklingen ließ, wurden alle Spenden zusammengezählt.

„Die Spendensumme von 4.500 Euro hat mich überwältigt und meine Erwartungen bei Weitem übertroffen“, resümierte Dirk. Mit Blick in Richtung 2022 ergänzte Micha, „gerne im nächsten Jahr wieder, eventuell auch in einem größeren Format.“

Bevor der Jahreswechsel jedoch vollzogen wird, genießen unsere Teammitglieder erstmal die ruhigen kommenden Monate, um die Energiespeicher zu füllen und voller Tatendrang die Planungen für das nächste Jahr angehen zu können.

Das ganze Team dankt dem Gastgeber Jochen Ketterer, allen Sponsoren, unseren Spendern, den Angehörigen für die umfangreiche Verpflegung, den Freunden und Bekannten die uns sowohl am Stand als auch auf der Strecke tatkräftig unterstützen und somit zum Gelingen beigetragen haben.

Die Leistungen im Überblick

  Zugspitze (> 2.962 Hm):

 Betz, Steffi                       |   30 Auffahrten

Ellsässer, Ralf                  |   27 Auffahrten

 Huber, Micha                  |   27 Auffahrten

Leins, Alexander             |   26 Auffahrten

Lohmüller, Ralf               |   31 Auffahrten

Neher, Tommy               |   30 Auffahrten

Neher, Christian             |   27 Auffahrten

Mont Blanc (> 4.809 Hm):

Brutsche, Dirk                 |   41 Auffahrten

Leicht, Simon                  |   39 Auffahrten

Schlagenhauf, Loris        |   41 Auffahrten

Der Zug vom Team Imnauer düst über die Schwäbische Alb

Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten auf dem Niveau von Straßenrennen bretterten sieben Teamfahrer bei der 25. Ausgabe des Marathon-Klassikers zwischen Münsingen und Trochtelfingen über die Alb-Hochfläche.

Neben Top-Platzierungen beeindruckte das Team Imnauer – im eigentlich als Individualsportart eingestuften Mountainbiken – auch durch Teamspirit inner- und außerhalb der Equipe. Hervorzuheben ist die Leistung unserer Wattmaschine Loris, der in beeindruckender Manier den zweiten Rang einfahren konnte. Ein hochverdientes Resultat, das ihn für seinen Eifer der letzten Monate honoriert.

Wie immer beim Rundkurs mit Start und Ziel im Bike-Park von Münsingen, erfolgt direkt an den ersten zwei Anstiegen eine erste Selektierung des Feldes.

 

Das Renngeschehen beschrieb Loris mit folgenden Worten: „Ich habe direkt eine Gruppe von zehn Fahrern gefunden mit denen ich im Rennverlauf lange zusammen gefahren bin. Das Tempo war bergauf hoch, aber gleichmäßig. Auf der Streckenschleife zwischen dem ersten und zweiten Verpflegungspunkt in Meidelstetten, wurde es zügiger und ich musste zweimal mit viel Aufwand eine Lücke zufahren.“

 

Die Tempogestaltung wurde bis zur letzten Verpflegungszone ein wenig neutralisiert. „Plötzlich startete allerdings im folgenden Anstieg das Ausscheidungsrennen. Recht schnell konnte ich die Hinterräder nicht mehr halten. Oben angekommen, hatte ich den Rest der Gruppe zwar noch in Sichtweite, konnte aber nicht mehr ranfahren.“ Die restlichen fünfzehn Kilometer fuhr Loris dann alleine ins Ziel. Mit dem zweiten Platz zum Ende der Saison war er sehr glücklich und gab für die Zukunft einen vielversprechenden Ausblick: „Wohin die Reise bei der nächsten ALB-GOLD Trophy gehen soll, ist jetzt wohl auch klar.“

Auch Simon hatte eine richtig gute Startphase erwischt. „Ich wusste, dass das Tempo in meiner Gruppe für meinen aktuellen Leistungsstand vielleicht etwas zu hoch ist.“ Simon wollte solange es geht, die Gruppe halten, um bestmöglich die zahlreichen Flachpassagen, die dem Wind ausgesetzt sind, zu meistern. Aufkommende technische Probleme mit der Sattelstütze beendeten dann seine Fahrt in der Gruppe. „Zusätzlich war nach zwei Drittel bei mir der Ofen aus und musste alle Fahrer ziehen lassen. Ich wollte nur noch anständig durchkommen.“


Dies gelang Simon, so dass er nach knapp zwei Jahren Rennpause sein Resultat wie folgt kommentierte: „Auch wenn ich in Münsingen schon anders abgeliefert habe, bin ich nach knapp zwei Jahren Rennpause mit dem Resultat zufrieden und hatte viel Spaß auf und neben der Rennstrecke.“

 

Markus hingegen tat sich mit der Bewertung seines Rennens etwas schwer. „Ehrlich gesagt, habe ich im Vorfeld mit einem Podiumsplatz geliebäugelt. Denn die Form und Vorbereitung war für die Jahreszeit vielversprechend. Entsprechend fokussiert ging ich an den Start. Wie erwartet, waren die ersten zehn Minuten die intensivsten des gesamten Rennens, da es ohne Einrollen direkt in den roten Bereich ging.“ Soweit so gut dachte sich Markus.


Leider musste er kurze Zeit später, in der ersten leicht abfallenden Passage, seine Ambitionen revidieren. „Als ob ich es geahnt hätte, bestätigten sich die am Vortag festgestellten Probleme mit meiner Schaltung. Die Kette ließ sich nicht mehr auf die zwei größten Gänge schalten.“ Bei hoher Geschwindigkeit drehten die Beine einfach nicht mehr ausreichend schnell, um den erforderlichen Vortrieb zu erzielen. Ziemlich gefrustet musste er die direkten Konkurrenten ziehen lassen. „Trotz großer Enttäuschung, wollte ich immer noch eine solide Performance abliefern. Deshalb zeigte ich mich in einer harmonischen Gruppe aktiv und gestaltet das Tempo auf einem gleichmäßigen Niveau.“ Mit dieser Konstanz konnte Markus noch ein paar Fahrer überholen. „Im Ziel fehlten mir leider vier Minuten, die leistungstechnisch möglich gewesen wäre. Aber das bringt jetzt nichts. Mund abwischen, Krönchen richten und weitermachen. Irgendwann werden hoffentlich alle Bausteine passen und eine entsprechende Platzierung erreichbar sein. Da das Saisonende naht, muss ich wahrscheinlich noch bis 2022 darauf warten“, ergänzte Markus.

Das Rennen von Dirk war taktisch geprägt. „Das war heute ein klassischer Alb-Marathon mit eher flachem Profil und nur kurzen Anstiegen. Also, Tempo-Bolzerei in Gruppen. Schnell und überraschend gut bin ich gestartet ohne dabei überziehen zu müssen. Bis zur Rennhälfte begleiteten mich drei Fahrer. Wir konnten jedoch nach vorne die Lücke nicht schließen. Ab Bernloch habe ich das Tempo etwas gedrosselt und gewartet bis die Gruppe um Simon aufschließen konnte. Mit dann mehr als zehn Konkurrenten im Schlepptau habe ich mich aktiv in der Führung gezeigt.“


Etwa dreißig Minuten vor dem Ziel waren bei Dirk die meisten Körner verschossen. „Ich musste leider etwas rausnehmen, die Gruppe ziehen lassen und bis ins Ziel einige Fahrer ziehen lassen. Trotzdem war das Rennen nicht ganz so schlecht. Mit einer etwas durchdachteren Fahrweise wäre vielleicht mehr drin gewesen, darauf hatte ich heute aber einfach keine Lust.“

Langersehnt und endlich wahr geworden, konnte Ralf auf der Kurzdistanz sein Renndebüt für das Team Imnauer feiern. „Angespornt durch den ersten Start für das Team, versuchte ich so lange wie möglich an Micha und Christian dran zu bleiben. Ich wollte heute einfach das Bestmögliche rausholen und im Wettkampf erkennen wo ich aktuell stehe. Mit meinem Ergebnis bin ich richtig zufrieden. Das macht definitiv Lust auf mehr.“, lautete das Fazit seiner Teampremiere. 

„Toll, dass so viele Teamfahrer am Start waren“, meinte Micha nachdem er die Kurzdistanz erfolgreich absolviert hatte. „Wie immer in Münsingen ging vom Start weg so richtig die Post ab. Ich hatte gute Beine, viel Spaß und bin nicht nur mit meinem Ergebnis, sondern auch mit der Verbesserung meiner Bestzeit im Vergleich zu 2019 rundum glücklich.“

Die Ergebnisse im Überblick

Kurzdistanz:

              Ellsässer, Ralf                  |   38.Platz         |   2:08h

              Huber, Michael               |     7.Platz         |   1:53h

              Neher, Christian             |   22.Platz         |   1:55h

Langdistanz:

              Brutsche, Dirk                 |   10.Platz         |   3:28h

              Leicht, Simon                  |   13.Platz         |   3:31h

              Schlagenhauf, Loris        |     2.Platz         |   3:14h

              Stumpp, Markus             |     7.Platz         |   3:23h 

Das Team Imnauer brilliert auf schmalen und breiten Radreifen

Nach der wohlverdienten Sommerpause gab es neben dem traditionellen Start beim Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen, tags zuvor den Premierenstart beim Bergzeitfahren auf den Schauinsland.
Basierend auf den tollen Teamspirit belohnte sich das Team mit beeindruckenden Leistungen, gekrönt mit hochverdienten Podiumsplatzierungen, und geht nun in die verbleibenden Veranstaltungen der verkürzten Saison 2021.

Erstmals in der Teamgeschichte standen Dirk, Loris und Sandi am Start des Schauinslandkönig. Im Breisgau schraubt sich das Asphaltband über knapp 12 Kilometer und 770 Höhenmeter gen Himmel. Sowohl die dortige Teilnahme als auch der Kampf gegen die Uhr auf dem Rennrad war für die Drei absolutes Neuland.
Ohne jegliche Streckenkenntnis und ausschließlich auf Basis der Tipps von Loris und Sandi musste sich Dirk seinen Rennverlauf zurechtlegen. Die Ansage kurz vor 10 Uhr war einfach und prägnant: Anfangs steil, in der Mitte mäßig und oben raus immer flacher. „Angeschwindelt wurde ich zumindest nicht. Immer hart am Limit, ohne zu überziehen bin ich dem Zielstrich entgegengefahren.“ Beeindruckt zeigte sich Dirk von der Vielseitigkeit des Events, da auch Wettkämpfe für Klappräder, Einräder, Inline-Skates und Ski-Roller angeboten wurden.
Loris stand hochkonzentriert und sowohl physisch als auch mental bestens vorbereitet auf der Startrampe. Im Vorfeld hatte er sich für die Fahrt auf den liebevoll genannten „Schaui“ eine präzise Taktik ausgedacht. Im ersten steilsten Teil der Strecke machte er wie erhofft Zeit gut und konnte sogar noch etwas zulegen. „Die Beine hätten heute wohl noch etwas mehr zugelassen, wenn nicht im letzten Drittel durch Seitenstechen meine Leistung im roten Bereich etwas reduziert wurde.“

Der Plan von Sandi für die relativ kurze und hochintensive Fahrt lautete einfach „All in“. Leider ging sein Plan nicht ganz auf. „Bei Halbzeit musste ich Tempo rausnehmen, um nicht komplett zu explodieren. Erst nach 9 Kilometer, als die Strecke etwas flacher wurde, konnte ich wieder ans Limit gehen, um restlos ausgepowert die Ziellinie zu überfahren.“

Als Belohnung für die tollen Leistungen auf den Hausberg von Freiburg gab es einen hochverdienten 3. Rang in der Mannschaftswertung.
Weniger als 24 Stunden später, immer noch im Schwarzwald, war das Mountainbike das passende Sportgeräte, um das Rennen mit Start und Ziel in Furtwangen zu absolvieren. Da im Vergleich zu den Vorjahren die Strecke mit 60 Kilometer deutlich verkürzt war, sprach man heuer von der Light-Variante.
Die Anspannung und Vorfreude war, aufgrund der durch die Pandemie weiterhin stark beeinträchtigen Saison, bei allen Startern bereits im Vorfeld überdurchschnittlich hoch. „Ich freute mich wie Bolle endlich wieder etwas Rennluft zu schnuppern“, meine Tommy nach fast 2-jähriger Abstinenz von Wettkämpfen.
Auch sein Bruder Christian montierte nach langer Zeit wieder eine Startnummer an seinem Bike. „Ich war hochmotiviert und sehr aufgeregt bevor es losging. Mein Tempogefühl zu Rennbeginn war leider noch etwas verstaubt. Ich denke, dass ich bis zur Rennhälfte an der Katharinenhöhe etwas viel Zeit vertrödelt habe.“
Im letzten Renndrittel stellte ein Mitstreiter sein Rad leider quer und zwang Christian mit einem Abflug ins Gebüsch. Nachdem er sich aus dem Haufen von Fahrern und Rädern die auf und neben ihm lagen befreien konnte, setzte er seine Fahrt fort. „Dieser Zwischenfall hat mich leider ein paar Minuten gekostet. Ich habe dennoch versucht wieder in den bisherigen guten Tritt zu kommen. Mit vollem Druck und ausreichend Kraftreserven ging es die letzten Kilometer in Richtung Ziel.“

Auch das Rennen von Tommy war nicht frei von Hindernissen. Ohne besondere Erwartungen im Vorfeld, bildete er ein harmonisches Duo mit Christian. Nach der guten Startphase wurde diese Zusammenarbeit für seinen Geschmack allerdings zu früh beendet. „Ich hörte, dass ich am Hinterrad Luft verlor. Nach erfolgreichem Nachpumpen schwang ich mich wieder auf den Sattel. Die letzten Meter waren für mich heute echt zäh. Ich hatte keine guten Beine mehr, da ich längere Rennbelastung nicht mehr gewohnt bin. Ich bin super happy mit meinem Comeback und freue mich auf die kommenden Events, die hoffentlich stattfinden werden.“
Sein Fazit lautete: „Geniales Team, schöne Strecke und eine super Organisation… was will man mehr?“

Dirk stellte sich ganz vorne in den ersten Startblock und fand dadurch ohne allzu viel Stress im Fahrerfeld sehr gut ins Rennen. „Bis zur Katharinenhöhe hatte ich in einer sehr starken Gruppe mit knapp 10 Fahrern zu kämpfen und musste hart arbeiten, um mich am Ende der Gruppe überhaupt halten zu können.“
Dieser steile Anstieg teilte dann die Gruppe. In der formierten zweiten Gruppe lief es für Dirk mit zunehmender Renndauer immer besser. „Im letzten Streckenabschnitt konnte ich endlich auch mal etwas für das Tempo tun. Mit dem Wissen, dass ich bereits am Vortag hoch zum Schauinsland alles gegeben habe, kann ich mit meinem Rennverlauf und Abschneiden heute wirklich zufrieden sein.“
Gemeinsam vom letzten der drei Startblöcke gingen Sandi und Loris auf die Strecke.
„Aufgrund der Topographie und Streckenlänge, rechnete ich mit einem sehr schnellen Rennverlauf“, meinte Loris. Vom Start weg setzten sie sich an die Spitze des Starblocks und gestalteten das Tempo. „Wir konnten uns leider nie erholen. Daher überrascht es mich nicht, dass ich zum Rennende von leichten Krämpfen geplagt wurde und das Tempo ein wenig drosseln musste. Mit dem Silber-Rang bin ich sehr zufrieden. Das Schönste war allerdings, sich nach langer Zeit endlich mal wieder im Rennfieber mit der Hälfte des Team Imnauer am Start zu stehen.“, ergänzte Sandi.

„Am frühen Morgen waren meine Beine aufgrund der Vorbelastung sehr müde“, berichtete Loris. „Daher war es für mich nicht überraschend, dass ich nach einer halben Rennstunde den Anschluss an eine kleine 3er-Gruppe verlor. Nachdem ich nicht mehr aufschließen konnte, drehte ich mich hoffnungsvoll nach hinten um. Da stellte sich jedoch heraus, dass weit und breit niemand in meiner Verfolgung war.“
Obwohl er ab hier auf sich alleine gestellt war, überraschte es umso mehr, dass sich die Beine von Loris immer besser und besser drehten. „Ich fuhr ein konstant hohes Tempo und musste nirgends überziehen.“ Mit einem Grinsen ergänzte Loris, „der Vorteil einer langen Solofahrt ist, dass man auch mal rechts und links der Strecke die Landschaft genießen kann.“ Mit einer beeindruckenden Leistung, konnte Loris 15 Kilometer vor dem Ziel wieder auf Sandi aufschließen und gemeinsam finishen.

Die Ergebnisse im Überblick

„Schauinslandkönig“:
Mannschaftswertung | 3.Platz
Brutsche, Dirk | 6.Platz | 0:38h
Leins, Alexander | 6.Platz | 0:36h
Schlagenhauf, Loris | 13.Platz | 0:36h

„Schwarzwald Bike Marathon“:
Brutsche, Dirk | 5.Platz | 2:16h
Huber, Michael | 29.Platz | 2:32h
Leins, Alexander | 2.Platz | 2:11h
Neher, Christian | 47.Platz | 2:40h
Neher, Tommy | 69.Platz | 2:44h
Schlagenhauf, Loris | 11.Platz | 2:11h

 

Für das Team Imnauer zählt jeder Kilometer

Allen negativen und belastenden Nachrichten zum Trotz, war das TEAM IMNAUER im Jahr 2020 sportlich sehr aktiv. Anstatt für Pokale und Medaillen in die Pedale zu treten, widmete die Equipe alle Radfahrten dem gemeinnützigen Zweck und spendete knapp 1.000 Euro an die Initiative „Kilometer für Kinder“.

Das letzte Jahr war geprägt von Beschränkungen und allgemein bedrückenden Nachrichten. In dieser Zeit wurde allen Teamfahrern klar, dass es ein Privileg ist bei bester Gesundheit und mit Herzblut sportlichen Aktivitäten nachzugehen. „Mit Blick auf die täglichen Schlagzeilen wurde uns bewusst, dass dies leider keine Selbstverständlichkeit ist und es viele Menschen gibt, die auch außerhalb der Pandemie persönlich schwierige Lebensphasen durchmachen.“

 Aus diesem Grund machte Loris in einer virtuellen Teambesprechung den Vorschlag, die sportlichen Aktivitäten aller Fahrerinnen und Fahrer in diesem besonderen Jahr in bare Münze umzuwandeln und stellte die Initiative „Kilometer für Kinder“ vor. Unter dem Motto „Jeder Kilometer zählt“ wird jeder gefahrene Kilometer in eine Spende von 1 Cent umgerechnet. „Ich war überrascht von der durchweg positiven Resonanz meiner Teamkollegen. Damit hätte ich nicht gerechnet“, zeigte er sich beeindruckt von dem einstimmigen Beschluss sich für diesen Zweck zu engagieren.

 Auf Basis der absolvierten Fahrleistungen konnte das Team Imnauer der Deutschen Kinderkrebsstiftung, welche krebskranke Kinder und deren Familien unterstützt, die Summe von 986,39 Euro zur Verfügung stellen.

 Tommy meinte: „Normalerweise ist man durch anstehende Großveranstaltungen immer motiviert sich auch bei schlechtem Wetter aufs Rad zu setzten. Durch die ausgefallenen Rennen war diese Motivation teilweise eingeschränkt. Dadurch, dass man aber mit jedem Kilometer Anderen etwas Gutes tun kann, hat man doch öfters den inneren Schweinehund einfacher überwunden und sich aufs Rad geschwungen.“

 Nachdem leider auch das Jahr 2021 weiterhin von den Auswirkungen der Pandemie gezeichnet ist, hat sich das Team Imnauer entschieden im Nachgang über diese Aktion vom vergangenen Jahr zu berichten, um damit die Initiative „Kilometer für Kinder“ der Öffentlichkeit vorzustellen.

 „Uns ist bewusst, dass einzig unser Spendenbetrag keine Wunderdinge vollbringen kann. Wir sind allerdings überzeugt, dass auch andere Menschen von dieser Initiative überzeugt sein werden und somit Bedürftigen geholfen werden kann“, ergänzte Simon.

 Wer selbst seine geradelten Kilometer in einen Spendenbetrag umwandeln möchte, findet weiterführende Informationen unter https://kilometer-fuer-kinder.info/.

 Auf Basis der durchweg positiven Erfahrung sowie dem aufgrund der Gesamtsituation reduzierten Rennkalender hat die Teamleitung entschieden auch heuer eine Spendenaktion durchzuführen. „Während einer virtuellen Teambesprechung haben wir bereits mögliche Optionen ausgearbeitet.“ Simon meinte, dass die finale Planung für das Projekt in den nächsten Wochen abgeschlossen wird. Voraussichtlich im Juni wird veröffentlicht welche besondere Aktion das Team in Angriff nehmen wird.

Virtuelle Kronen ersetzen das Podium

Fehlender sozialer Kontakt, ausbleibendes Kräftemessen und allgemeine Be- und Einschränkungen. Wie die ganze Bevölkerung war auch das Team Imnauer mit Herausforderungen und veränderten Rahmenbedingungen durch die Corona Pandemie konfrontiert. Auf unterschiedliche Weise gingen die Teamfahrer mit der veränderten Gesamtsituation – dem sog. „new normal“ – um.   Auch in Zeiten ohne akribische Trainingssteuerung und ohne Startnummer am Lenker, motiviert sich das Team auf unterschiedliche Art und Weise und gibt unter dem Motto „langsam macht auch schnell“ einen sportlichen Ausblick für 2020.

Vorab muss man verstehen, dass für die Teamfahrer bis dato reguläre Einheiten und Sportaktivitäten wichtige Bestandteile des allgemeinen Wohlgefühls und der inneren Ausgeglichenheit waren. Seit mehreren Monaten sind die gewohnten Tagesroutinen für unser Team allerdings fast vollständig verloren gegangen. Das normalerweise strikt durchtaktete Leben mit vertrauten Abläufen, gemeinsamen Trainingsfahrten und Wettkämpfen all das fehlt, wurde abgesagt oder aufgeschoben. Diese Strukturen und Routinen sind allerdings ein ganz wichtiger Faktor, durch den nicht nur wir, sondern alle Sportler die immense Disziplin für ihre hohe Belastung überhaupt aufbringen können. Die logische Konsequenz ist, dass regelrecht Halt verloren geht und man in eine Strukturlosigkeit fällt.

Die ambitionierten Mitglieder des Team Imnauer haben in Zeiten von Corona individuelle Mittel und kreative Wege gefunden haben, um weiterhin motiviert und optimistisch zu bleiben.

Nachdem Steffi den ersten Pandemie-Schock überstanden hatte, war das Motto sofort klar: „Der Blick geht nach vorne. Jede Krise birgt irgendwo Chancen.“ Vermehrt Geduld im Alltag aufzubringen war für Steffi definitiv eine neue Situation. „Egal wohin man geht oder was man macht, man braucht Geduld und Nachsicht. Sei es beim Einkaufen oder beim Radfahren auf den Radwegen. Wenn man jemand überholen möchte muss man einfach warten, bis eine geeignete Stelle kommt, an der man mit dem nötigen Mindestabstand überholen kann. Nach kurzer Zeit habe ich dieses veränderte Miteinander allerdings sehr zu schätzen gelernt und fühle mich wohl mit dieser Konstellation.“ Diese Anpassung verstärkte auch Steffis Wahrnehmung von bislang als selbstverständlich angesehenen Dinge. „Ich bin glücklich, dass ich gesund bin. Ich durfte mich in der freien Natur bewegen und somit mein Hobby ausüben Mehr kann ich mir echt nicht wünschen. Ohne frische Luft und Bewegung würde mir die Decke auf den Kopf fallen.“ Mit Blick auf den weiteren Jahresausblick meinte sie, „der Spaß und die Freude am Radfahren ist Ansporn genug. Außerdem möchte ich mein Leistungsniveau halten, denn das nächste Rennenkommt bestimmt, egal wann.“  

Bedingt durch Kurzarbeit und Betriebsruhe im Zuge der Konjunkturabschwächung verbrachte Tina mehrere Wochen zu Hause. „Das tolle Frühlingswetter sorgte jeden Morgen für den nötigen Motivationsschub. Da ich in dieser Zeit sehr oft auf dem Fahrrad aktiv war, entwickelte sich meine Formkurve konstant nach oben.“ Anstatt Platzierungen auf dem Podium, setzte sich Tina einfach andere Ziele. „Auf der Social-Media Plattform Strava, wollte ich meine Radfahrten immer mit einer virtuellen Krone beenden.“ Diese Auszeichnung wird für die schnellste Fahrerin auf einem vordefinierten Streckenabschnitt vergeben. „Ich freue mich immer wieder über diese Auszeichnungen, die mich einen kurzen Moment sogar von der angespannten gesellschaftlichen Situation ablenken.“ Auf die Frage wie Tinas Ausblick für den Rest der Radsaison aussieht, antwortete sie: „Ich möchte die nächsten Monate dazu nutzen viele Touren in unbekannten Regionen zu machen. Durch vollgepackte Rennkalender fehlte in den letzten Jahren einfach die Zeit mal gechillt die Trails rund um Baiersbronn oder der Fränkischen Schweiz zu genießen.“

Auch Simon fand sich ohne konkretes Ziel bzw. Rennen erstmal in einem Motivationsloch. „Da mir der Sport einfach sehr viel Spaß macht, werde ich dennoch trainieren und die bekannten Wettkampfstrecken im Genusstempo abfahren. Dabei werde ich sicherlich Dinge entdecken, die ich im Rennmodus rechts und links von den Singletrails bis jetzt noch nie wahrgenommen habe. So ganz nebenbei kann ich dabei auch die Tücken und Schlüsselstellen genauer unter die Lupe nehmen und versuche mir die perfekte Linienwahl für 2021 einzuprägen.“

Markus füllte die plötzliche Leere und Ziellosigkeit mit folgendem Plan: „Obwohl ich schon mehrere Jahre in Oberfranken wohne, kenne ich die weitere Umgebung noch nicht wirklich gut. Daher dachte ich mir, hey, warum mache ich nicht einfach mal längere Einheiten in Städte, die ich noch nicht kenne.“ Gesagt, getan kam Markus dadurch in zwei Wochen im April auf insgesamt 80 Trainingsstunden und fuhr u.a. Bayreuth, Kulmbach, Oberhof, Ilmenau, Schweinfurt und Bamberg mit dem Rennrad an. Auch das Mountainbike brachte er zum Einsatz. „Ich bin total geflasht von den tollen Trails direkt vor meiner Haustür im Coburger Land, die ich größtenteils erst jetzt entdeckt habe. Neben dem bekannten Bike-Marathon in Trieb, der sog. Bike-City, bietet der Frankenwald, die Fränkische Schweiz und der Thüringer Wald beste Bike-Bedingungen. Diese Zeit in der Natur war für mich die perfekte Abwechslung und gab meinem Tagesablauf wieder eine Struktur und Richtung. Auf Basis dieser Grundlagenfitness, möchte ich die nächsten Wochen strukturiert trainieren, so dass ich für einen möglichen verspäteten Saisonstart bestens vorbereitet bin.“ Zuversichtlich ergänzte er, „ich denke, dass wir in der zweiten Jahreshälfte noch in den Genuss von Wettkämpfen oder anderen Events kommen. Sicherlich in etwas abgewandelter Art und Weise, aber wie Franz Kafka schon sagte, Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“

Gorden gehört zu der Art von Menschen, die die Dinge nehmen wie sie sind und sich schnell an neue Situationen anpassen können. Die größte Herausforderung für ihn war dennoch sich nicht mehr mit anderen Leuten treffen zu können – ob zu einem geselligen Grillabend oder zur gemeinsamen Radtour. „Für den Rest des Jahres habe ich aktuell keine Rennen mehr geplant. Es wäre einfach nur toll, wenn wir Ende des Jahres noch an einem gemeinsamen Event teilnehmen könnten. Letztlich hängt dies aber von der allgemeinen Gesamtsituation ab, die für mich weiterhin die oberste Priorität darstellt.“

Die Phase, in welcher sich mehr und mehr abzeichnete, dass Großveranstaltungen und Sportevents nicht mehr durchführbar sind, bis hin zu deren endgültiger Absage war für Reiner nicht ganz einfach. „Danach habe ich den Schalter umgelegt und versuche seither die Trainingsfrequenz hoch zu halten. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass sich leicht eine gewisse Nachlässigkeit einschleicht.“ In der Phase der eingeschränkten Reisemöglichkeiten, waren neue Strecken in seiner Heimat eine Bereicherung für den Trainingsalltag. Mit einem breiten Grinsen verriet Reiner abschließend noch sein Geheimrezept: „Ab und zu mal im gedrosselten Bereich trainieren; denn langsam macht auch schnell.“

Einen durchweg positiven Ausblick gab unser Wahl-Schweizer Nick. „Da alle sonstigen Verlockungen, die es in Zürich gibt, geschlossen sind, saß ich mehr auf dem Fahrrad als sonst. Ich sehe diese Konstellation heuer als Chance für jeden Biker das Jahr zu nutzen, um sich voll auf den Fun zu konzentrieren. Bei mir ist das definitiv das sog. Trailen, das Mountainbiken abseits von Straßen und Schotter auf teils von Hand angelegten Strecken im Gelände. Ich genieße diese Art zu fahren, weil ich dabei ohne jeglichen Trainings- oder Leistungsgedanken im Hinterkopf voll abschalten kann.“ Da der Großteil der Rennen wohl ausfallen wird, sieht Nick auch die Chance noch mehr gemeinsam im Team zu unternehmen. „Wir alle lieben diesen Sport und sind stolz Fahrer im Team Imnauer zu sein. Diesen tollen Teamspirit wollen wir auch in die Öffentlichkeit transportieren und dabei zum aktiven, fairen und nachhaltigen Sport in der Natur animieren.“

Pandemie durchkreuzt den Saisonstart 2020

Veringendorf, Schönbuch Trophy, Hegau Bike Marathon, Gonso Classic in Albstadt. Gerne hätten wir an dieser Stelle von den Renneinsätzen des Team Imnauer bei den Frühjahrsklassikern berichtet und sportliche Impressionen vermittelt. Leider war – bzw. ist – bis dato in 2020 alles anders gelaufen als geplant.

Die Gründe sind weitreichend bekannt und allgegenwärtig. Seit einigen Monaten dreht sich sowohl im öffentlichen als auch im privaten Leben alles um einen neuartigen Virus namens SARA-CoV-2, alias „Corona“. Nicht nur das gesellschaftliche Leben ist durch die Corona Krise aus den Fugen geraten. Auch der Sport, als wichtiger Bestandteil der sozialen Gemeinschaft, findet sich plötzlich in einer bis dato unbekannten Konstellation aus Stillstand, Ruhe und Leere.

Ob die Olympischen Spiele, die Fußball Europameisterschaft oder die Mountainbike Cross-Country Weltmeisterschaft als regionales Highlight in Albstadt, nichts von alldem werden die Sportfans in 2020 erleben und genießen. Andere Großereignisse, wie die Tour de France, sind vorläufig auf einen späteren Zeitpunkt in 2020 verschoben worden und befinden sich im Standby Modus.

Die Fahrer vom Team Imnauer berichteten von unterschiedlichen Erfahrungen zu Beginn der Pandemie.

Für Steffi, Gorden, Micha und

Christian

wurde die Tragweite der Situation deutlich als plötzlich Schulen geschlossen wurden und Kinder zuhause betreut werden mussten.

Mit Absagen von Großveranstaltungen im Zuge von umfangreichen Beschränkungen des öffentlichen Lebens war für

Simon

und Loris früh absehbar, dass heuer die Rennsaison nicht wie gewohnt stattfinden wird.

Tommy und Nick waren zu Beginn der Ausbreitung des Virus im Ausland.

 

Tommy

beschrieb die Lage während seines Urlaubs auf Fuerteventura mit den Worten, „ein toller Tag auf dem Surfbrett ging zu Ende, als plötzlich an der Tankstelle das Chaos ausbrach da die spanische Regierung eine Ausgangssperre verhängt hatte. Die nächsten acht Tage verbrachten wir ausschließlich auf dem Grundstück der Oma. Der Abreisetag war dann richtig aufregend, da wir erst 20 Minuten vor dem Abflug unser Ticket erhalten haben. Ja, spätestens hier habe ich realisiert wie sich die Welt schlagartig verändert hat.“

In der weiten Ferne von Südamerika hatte

Nick

durch die Medien vom Start der Pandemie in Europa erfahren. Nick meinte, dass er spätestens bei seiner Rückkehr am Flughafen Ende März feststellte, dass er in einer veränderten Umgebung angekommen ist.

Die sukzessive Ausbreitung des Virus erlebten Markus, Dirk und Reiner nicht nur in ihrem beruflichen Umfeld. Zuerst die Einschnitte für chinesische Kollegen im Januar, dann die Explosion der Infektionszahlen in Italien und letztlich die Absagen von Frühjahrsreisen stellten früh die Weichen für eine veränderte Gesamtsituation. „Ab Mitte Februar habe ich um die Durchführung des Trainingslagers auf Mallorca gebangt. Kurz vor Reiseantritt kam dann der Shutdown und mir wurde die Entscheidung zu fliegen oder nicht abgenommen.“ Darüber war Dirk anfangs traurig, aber letztlich dennoch dankbar. Markus ergänzte, dass er von den schnellen Beschlüssen mit weitreichenden Konsequenzen überrascht war. Für ihn waren diese Maßnahmen zu dieser Zeit nachvollziehbar und richtig. Mit den Worten „schließlich ist Gesundheit das höchste Gut“, brachte Markus seine Einschätzung auf den Punkt.

Somit befand sich das gesamte Team nach Wochen und Monaten der akribischen Vorbereitung, in einer komplett neuen Situation. Anstelle des ersten Rennberichts in 2020, beschreiben die folgenden Passagen wie die Teamfahrer während des ersten Saisonviertels die festgezurrten Pläne ad acta legen mussten.

Traditionell startet die Saisonvorbereitung im Dezember mit der Planung der Team-Highlights und der individuellen Schwerpunkte. Wie Teamchef Simon berichtete, sollte auch heuer die Saison aus drei Säulen bestehen.

Der erste Fokus lag auf den lokalen Veranstaltungen des Hegau Bike Marathon in Singen, des Albstadt Bike Marathon und der Alb-Gold Trophy in Trochtelfingen. „Wir wollten uns nicht nur als Mountainbike-Team dem heimischen Publikum zeigen, sondern auch unsere Partner und Sponsoren repräsentieren.“

„Als zweiten Fixpunkt wollten wir beim Ortler Bike Marathon in Südtirol und beim 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring in der Eifel eine geschlossene und schlagkräftige Equipe an den Start bringen und gleichzeitig den Teamgeist weiter festigen. Dabei war unter anderem die Titelverteidigung im 2er-Team das ausgegebene Ziel“, ergänzte Simon in Bezug auf die überregionalen Aktivitäten.

Als dritten Part der Saison versprachen individuelle Ziele jede Menge Abwechslung.

Micha hatte anhand eines professionellen Trainingsplans bereits im November mit der Vorbereitung begonnen. „Warum so früh? Mein Saisonhöhepunkt sollte die Teilnahme auf der A-Strecke der Salzkammergut-Trophy am Fuße des Dachsteines sein. Bei einer Streckenlänge von 210km, einem Gesamtanstieg von über 7.000 Höhenmetern und einer Gesamtfahrzeit von geschätzten 14 Stunden wollte ich nichts dem Zufall überlassen“, beschrieb er seine persönliche Challenge.

Nachdem Tommy und Nick mit ihren Vorjahresleistungen nicht hundertprozentig zufrieden waren, wollten sie im Zuge zahlreicher Rennstarts, unter anderem beim Sellaronda Hero in den Dolomiten, ihre Fähigkeiten wieder unter Beweis stellen.

Abseits der Stollenreifen setzten sich Loris, Dirk und Sandi individuelle Ziele. Loris plante beim 3-tägigen Riderman in Bad Dürrheim einen Ausflug auf die Straße. Ebenfalls auf dem Rennrad wollten Dirk und Sandi als Duo die kräftezehrende „Tour Transalp“ über 7 Etappen angehen. Angesprochen auf ihre Aussichten meinte Dirk, „auf Basis einer strukturierten Vorbereitung und einer vielversprechenden Verfassung im Februar, waren wir zuversichtlich, dass wir Chancen haben um Podiumsplätze auf einzelnen Etappen zu fighten.“

Ohne den Einsatz eines Fahrrads wollte Markus als ambitionierter Marathonläufer erstmals einen Ultra-Trail Lauf in den Bergen bewältigen. „Um in den Bergen zu Fuß zu bestehen, hatte ich fast nahtlos an das vergangene Saisonende meinen spezifischen Trainingsumfang gesteigert. Mit Laufweste und Stöcken ausgestattet absolvierte ich mehrstündige lange Läufe mit etlichen Höhenmetern.“ Angetan von der neuen sportlichen Erfahrung meinte Markus, „es war schon komisch Singletrails zu Fuß bewältigen, die ich normalerweise flowig mit dem MTB runterballer“.

Wie unsere Teamfahrer mit diesen veränderten Rahmenbedingungen umgegangen sind und deren Herausforderungen gemeistert haben berichten wir im nächsten Teil. Des Weiteren geben wir einen Ausblick auf die zukünftigen Aktivitäten und zeigen wie wir trotz allem voller Zuversicht auf die kommenden Monate schauen.

Wer noch regelmäßiger über die Teamaktivitäten auf dem Laufenden bleiben möchte, schaut einfach mal auf unserer neuen Instagram-Präsenz… #teamimnauer


Beeindruckender Saisonabschluss im In- & Ausland

Zum Ende der Saison 2019 hat das Team Imnauer mit Top-Platzierungen nochmals ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Steffi und Dirk fuhren beim Engel-Cup in Daugendorf unter die Top5. Markus krönte seine durchwachsene Saison mit einem zweiten Platz beim größten Mountainbike-Rennen in den USA.

„Heute ging bei mir alles auf“, meinte Markus im Ziel nach seiner siebten Teilnahme beim Iceman. Dieses Jahr fand das einzigartige Event zum 30.Mal im Norden von Michigan statt. „Nach den letzten beiden Jahren, die eher für mich enttäuschend waren, bin ich mit dem 2.Platz bei einem meiner Lieblingsrennen absolut happy.“ Dass dieses Rennen in vielen Belangen einzigartig ist, hat sich besonders heuer gezeigt. In den Tagen vor dem Rennen wurde der Herbst von einem plötzlichen Wintereinbruch beendet. „Dieser plötzliche Wetterumschwung ist für diese Region nicht ungewöhnlich. Dennoch traute ich am Tag vor dem Rennen meinen Augen nicht, als im Startbereich fünf Zentimeter feinster Neuschnee lagen.“

Mit gemischten Gefühlen und der Gewissheit, dass sich sein Körper die letzten Wochen gut erholen konnte, ging Markus hochmotiviert an den Start bei knapp über 0°C. „Nach der stimmungsvollen Nationalhymne ging ich voller Adrenalin mit 150 Fahrern aus dem ersten von insgesamt 50 Startblöcken auf die Strecke.“ Aufgrund des stark aufgeweichten, sandigen und schlammigen Untergrunds ging das Feld kontrolliert auf die ersten Meter. „In den engen Singletrails konzentrierte ich mich darauf unversehrt auf dem Bike zu bleiben. Es ist einfach genial wie an der Perlenkette aufgereiht im Slalom tausende Bäume zu passieren. Das ist wahres Mountainbiking und ein Markenzeichen für die unzähligen Trails in Michigan.“ Da die Fahrspur maximal einen halben Meter breit war und links und rechts eine Schneedecke lag, konnte Markus in der ersten Rennhälfte leider fast keine Überholmanöver angehen.

Zur Rennhälfte wurde der Schnee weniger, der Untergrund etwas fester und mehr und mehr Hügel warteten auf die Fahrer. „Das war genau mein Ding. Da meine Beine richtig gut kurbelten wusste ich, dass ich ab hier meine Konkurrenz distanzieren könnte.“ Daher beschäftigte sich Markus nun mit der Frage wann der beste Zeitpunkt wäre, um in den Zeitfahrmodus zu wechseln. „Bei Anita’s Hill – eine der steilsten Rampen – war ich überzeugt, dass ich noch ausreichend Körner für einen Ausreisversuch habe. Ich zählte Kilometer für Kilometer runter, um schließlich 9km vor dem Ziel zwei Gänge hochzuschalten. Ich explodierte im positiven Sinne und genoss es über das kupierte Gelände zu heizen. Ich nahm jeden Anstieg im all-out Modus, um im anschließenden kurzen und flowigen Downhill Kraft für die nächste Attacke zu sammeln. Am letzten Anstieg – dem sog. Icebreaker – flog ich mit der lautstarken Unterstützung von frenetischen Fans an zwei Konkurrenten vorbei.“

„Endlich mal wieder ein sehr gutes Ergebnis und vor allem ein richtig guter Rennverlauf“, meinte Markus im Ziel glücklich und zufrieden. Direkt im Anschluss beschrieb er die Veranstaltung wie folgt: „Nur hier gibt es 4.700 Biker, die bei widrigsten Bedingungen mit Schnee und Schlamm einen Ritt über verwinkelte Singletrails in Angriff nehmen und dabei von zahlreichen Zuschauern und Live-Bands in abgelegenen Wäldern unterstützt und nach vorne gepeitscht werden.“

 

Zum ersten Mal startete Steffi beim vom Gasthof Engel in Daugendorf organisierten gleichnamigen MTB-Marathon. „Mit ganz guten Beinen, die sogar einen Zielsprint zuließen, hat das Rennen von Anfang bis Ende einfach nur Spaß gemacht“, resümierte Steffi ihre Premiere beim Engel-Cup. Selbst der sogenannte Wadenbeißer mit Steigungswerten von über 20% konnte Steffi das Lächeln nicht nehmen. „Das Publikum, das einen die Berge hochschreit, die schöne Strecke am Rande der Schwäbischen Alb und der Veranstalter drücken diesem Event ein ganz besonderes Flair auf. Für mich war das heute ein gelungener Saisonabschluss, der Vorfreude auf die nächste Saison macht.“

 

Da sich Dirk am Start etwas weiter hinten einreihte, nutzte er die Anfangsphase auf Asphalt um sich weiter vorne zu platzieren. Nach dem ersten Anstieg hat sich eine Gruppe mit acht Fahrern gebildet. Dabei war das Tempo in der Gruppe relativ hoch aber auch sehr unrhythmisch. „Das liegt mir nicht so gut und daher tat ich mich zumindest in der ersten Rennhälfte recht schwer.“ Wenige Kilometer vor dem Ziel war die Gruppe immer noch unverändert groß und Dirk entschied sich aus jeglichen Positionskämpfen und einem Sprint rauszuhalten, um unversehrt ins Ziel zu kommen. „Um das Tempo bis zum Zielsprint hoch zu halten, habe ich mich daher zwei Kilometer vor dem Ziel vor die Gruppe gespannt“, beschrieb Dirk die letzten Rennkilometer seiner rundum gelungenen Saison 2019.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Stumpp, Markus             |    2.Platz           |    2:10h

Betz, Steffi                       |    4.Platz           |    2:04h

 Brutsche, Dirk                 |    5.Platz          |    1:46h

Team Imnauer stellt Vielseitigkeit erfolgreich unter Beweis

Gegen Ende der Saison stehen traditionell kleinere, aber nicht weniger spektakuläre Veranstaltungen auf dem Kalender unserer Equipe. Am Samstag gingen drei Fahrer beim sogenannten „Race4Two“ in Gomaringen an den Start. Tags darauf präsentierte sich beim bestens organisierten Lautertal Bikemarathon in Spiegelberg ebenfalls ein schlagkräftiges Trio dem Publikum und krönte die Teilnahme mit einer Podest Platzierung.

Kurzentschlossen starteten Dirk, Simon und Tommy beim Team-Wettbewerb auf der Cross-Country Strecke in Gomaringen. Dabei galt es als Duo innerhalb von 2 Stunden so viel Runden wie möglich zu fahren. Die Four Cross Strecke im Bikepark war Teil der 2 km langen Strecke. „Damit war klar, dass die Runde nicht nur konditionell, sondern auch technisch sehr anspruchsvoll sein wird. Simon und ich haben uns immer nach einer Runde abgewechselt. Wir beide haben uns die Renndauer gut eingeteilt, so dass auch zum Ende hin unsere Rundenzeiten stabil geblieben sind“, meinte Dirk. Abschließend meinte er, dass er in Anbetracht der starken Konkurrenz mit dem Ergebnis ganz zufrieden ist. „Heute stand eher der Spaß und der Teamgedanke im Vordergrund.“

 

Auch für Simon war es der erste Saisonstart auf einem kurzen knackigen Rundkurs. „Aufgrund der Nachmeldung musste ich aus der letzten Reihe starten und es ging ohne gemütliches Einrollen gleich von 0 auf 100. Ich konnte gleich nach dem Start, noch bevor es in den engen Streckenabschnitt ging, einige Plätze gutmachen.“ In Bezug auf das spannende Rennformat meinte Simon: „Da jeder von uns jede Runde voll am Anschlag gefahren ist, konnte sich der Puls in der Wechselzone bis zur nächsten Übergabe kaum erholen. Die Strecke mit kleinen Sprüngen, tollen Anliegerkurven und rasante Abfahren hat mir super gefallen. Das war genau mein Ding.“

 

Beim Lautertal Bikemarathon ging es für Tina, Dirk und Markus auf zahlreichen anspruchsvollen Single-Trails durch den Spiegelberger Herbstwald.

 

Aufgrund eines privaten Termins musste Tina leider bereits kurz nach der Zieldurchfahrt das Veranstaltungsgelände verlassen. Erst auf dem Heimweg bekam sie über eine WhatsApp Nachricht die Information, dass sie die Mitteldistanz auf Platz 3 gemeistert hatte. „Nach den ersten Rennkilometern auf Schotter, war ich vom technischen Anspruch der Strecke etwas überrascht. Den ergiebigen Regen der vergangenen Tage hatte ich irgendwie nicht mehr auf dem Schirm. Der Waldboden war extrem aufgeweicht und schlammig. Da war es kein Wunder, dass die Stollenreifen meistens komplett zu waren. Deshalb musste ich in der ersten Runde sowohl bergab als auch bergauf zweimal vom Rad steigen.“ Im munteren Wechsel ging es auf wechselndem Untergrund hoch und runter. „Nach der ersten von zwei Runden war ich schon ziemlich entkräftet. Dank meiner Streckenkenntnisse und steigenden Temperaturen kam ich mit der zweiten Runde deutlich besser zurecht. Dieser Marathon war ein bestens organisiertes Event, das in der späten Saisonphase noch einiges an Technik und Kondition abverlangt“, lautete ihr Schluss Fazit.

 

Über drei Runden absolvierten Dirk und Markus die Langdistanz. Nach der langen Saison war Dirk mit seinem Abschneiden auf der schönen und anspruchsvollen Strecke ganz zufrieden. „Vor allem die Zusammenarbeit mit Markus war klasse und hat viel Spaß gemacht.“ Zum Rennbeginn war Dirk das Tempo der 8-köpfigen Gruppe fast etwas zu hoch. Mit zunehmender Renndauer fand er einen sehr guten Rhythmus und meisterte die nicht ganz einfach zu fahrenden Abfahrten mit Bravour. „Ab der Hälfte der ersten Runde haben hauptsächlich Markus und ich das Tempo bestimmt. Wir haben uns ständig in der Führung abgewechselt.“ In der dritten Runden konnten sie mit der Taktik einer konstanten Fahrweise einen Fahrer nach dem anderen einholen. „Als Markus am letzten steileren Anstieg das Tempo nochmal erhöht hat, habe ich mich auf meinen direkten Konkurrenten konzentriert und nicht auf Biegen und Brechen versucht sein Hinterrad zu halten“, ergänzte Dirk.

 

Ohne größere Ambitionen ging Markus an den Start. „Ich wollte heute einfach nur das Rennen genießen und gemeinsam mit Dirk ein schlagkräftiges Duo bilden. Die Abfahrten waren eine echte Rutschpartie. Da ich mich fahrtechnisch heute nicht wohlgefühlt habe, bin ich froh, dass ich mich auf dem Bike halten konnte. Allerdings musste ich nach den Downhills immer wieder eine Lücke nach vorne schließen. Das hat mich mehr Körner als gewünscht gekostet. In der zweiten Rennhälfte kam ich mit der Strecke viel besser zurecht und wusste genau wo die Ideallinie war. Die Fahrt mit Dirk war sehr kurzweilig und super harmonisch.“ Zum Rennende hatte Markus noch sehr gute Beine, zog bis zur Ziellinie einen zehnminütigen Schluss Sprint an und finishte mit einer Solofahrt. „Obwohl mir kurze Anstiege und technische Passagen nicht ganz liegen, kann ich mit meinem Ergebnis zufrieden sein.“

 

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Race4Two (2 Stunden) 

Brutsche, Dirk & Leicht, Simon  |     6.Platz   |   19 Runden

Lautertal Bikemarathon

Brutsche, Dirk                 |   5.Platz   |   4:08h

Stumpp, Markus             |   9.Platz   |   4:08h

Stumpp, Tina                   |   3.Platz   |   3:43h

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